Lou’s Foodtruck MTV Stuttgart ohne Chance gegen Freiburg
Klare Niederlage gegen Freiburg, Playoffs nun außer Reichweite
Nach den knappen Niederlagen in Würzburg und gegen Heidelberg hat der MTV Stuttgart am 16. Spieltag der 2. DBBL Süd eine deutliche Heimniederlage hinnehmen müssen. Gegen die Zweitvertretung der USC Freiburg Eisvögel 2 unterlag das Team von Headcoach Cyril DaSilva mit 54:92 (15:30; 18:28; 8:22; 13:12).
Damit ist die Playoff-Teilnahme rechnerisch kaum mehr möglich.
Von Beginn an entwickelte sich das Spiel in eine Richtung, die der MTV nicht kontrollieren konnte. Die Gäste trafen hochprozentig – insbesondere aus der Distanz mit 70 Prozent Dreierquote zur Halbzeit – während der MTV offensiv keinen Rhythmus fand und defensiv zu viele klare Würfe zuließ. Über 15:30 nach dem ersten Viertel und 33:58 zur Pause geriet die Partie früh außer Reichweite. Auch nach dem Seitenwechsel fehlten Stabilität, Intensität und defensive Präsenz, um das Spiel noch einmal zu drehen.
Headcoach Cyril DaSilva analysierte die Begegnung entsprechend klar: „Das war ein Spiel, das wir sehr ehrlich bewerten müssen. Freiburg hat außergewöhnlich gut geworfen – aber wir haben es ihnen in vielen Situationen auch zu einfach gemacht. Unser Matchplan ist nicht aufgegangen. Wir wollten das Tempo kontrollieren und über Intensität kommen. Tatsächlich waren wir in vielen Phasen einen Schritt zu spät – im Closeout, im Rebounding, in der Kommunikation. Defensiv war das über 40 Minuten betrachtet unsere schwächste Leistung der letzten Jahre.“
Trotz der deutlichen Niederlage gab es positive Signale. WNBL-Spielerin Katara Lischka feierte ihr Debüt in der 2. Liga und zeigte unmittelbar gute Präsenz. „Natürlich tut das Ergebnis weh. Aber ich bin trotzdem dankbar für die Erfahrung. Die Intensität hier ist noch einmal ein ganz anderes Level – schneller, physischer, anspruchsvoller. Ich habe vom Team unglaublich viel Unterstützung gespürt. Das Vertrauen der Coaches und der Rückhalt von der Bank geben einem Sicherheit. Für uns als junge Spielerinnen ist es ein Privileg, hier Minuten zu bekommen und Verantwortung zu übernehmen.“
Vielverprechendes Debüt: Katara Lischka
Dass dieses Vertrauen berechtigt ist, zeigte Katara zudem im WNBL-Erfolg gegen die favorisierten Basket-Girls Rhein-Neckar, als sie mit 14 Punkten entscheidend zum 68:63-Sieg und damit zum Einzug in das Viertelfinale beitrug – ein starkes Zeichen für die Qualität der Nachwuchsarbeit beim MTV.
Ein weiterer besonderer Moment war das Comeback von Franka Müller, die nach langer Verletzungspause ihre ersten Punkte erzielte. „Ich habe mich einfach riesig gefreut, wieder auf dem Feld zu stehen. Klar, es war nicht alles perfekt, und ich habe auch Fehler gemacht. Nach so einer langen Zeit wieder zu spielen und dann auch noch die ersten Punkte zu machen – das fühlt sich einfach gut an. Für mich persönlich ist das ein wichtiger Schritt. Jetzt will ich weiter hart arbeiten, Spaß haben und dem Team mit meiner Energie helfen.“
Mit dem ersten Saisonspiel: Franka Müller
So bleibt nach einem sportlich ernüchternden Nachmittag zumindest die Gewissheit, dass Nachwuchsarbeit und Teamgeist weiter sichtbar sind.

