Lou‘s Foodtruck MTV Stuttgart: MTV out – mit viel Applaus
++ Sensationelle Aufholjagd nach der Pause leider nicht von Erfolg gekrönt ++ Hochspannendes Spiel 58:63 (9:21; 10:21; 23:6; 16:15) ++ Nach der Saison ist vor der Saison ++
Die Hypothek aus dem Hinspiel war zu groß: im Achtelfinale scheidet der MTV aus. Das Spiel hat zwei Hälften, die nicht unterschiedlicher hätten sein können. Die Trefferquote der Stuttgarterinnen war in den ersten beiden Vierteln besorgniserregend niedrig, während die Gäste aus allen Lagen punkteten. Nach der Halbzeit wurden die Gäste schier überrannt und konnten einen zwischenzeitlichen 29 Punkte Vorsprung noch so gerade über die Ziellinie retten. Die Halle stand Kopf und feierte die Heimmannschaft minutenlang.
Vor dem Spiel gab es mehrere Ehrungen seitens des MTV, darunter die Auszeichnung von Chanell Williams als MVP der Saison, die Ehrung von Jana Schreiner als Most Improved Player. Salma El-Haiwan wurde als Comeback-Player ausgezeichnet, Louisa Groth als Defense Player des Jahres. Anastasia Schlipf wurde für ihren dritten Platz bei der MVP Wahl der Toyota DBBL ausgezeichnet. Franka Müller als Teammate der Saison. Lilith Maitra wurde als Hustle Player of the year verabschiedet; sie erhält ein Vollstipendium am Gulf Coast State College (Florida).
Personal:
Bis auf Chanell Williams und die Langzeitausfälle konnte Headcoach Cyril DaSilva auf den vollen Kader zurückgreifen.
Spielverlauf:
DaSilva nach dem Spiel: „Die Saison ist vorbei, und was für ein letztes Spiel das war! Am Ende des Spiels war das Gefühl einfach überwältigend. So wütend, aber gleichzeitig so stolz auf unser junges Team.“ Er reflektierte die erste Halbzeit und sagte: „Die erste Halbzeit war die schlechteste, die wir diese Saison gespielt haben. Unsere jungen Mädels waren zu Beginn des Spiels extrem nervös. Vergebene Lay-ups, selbst bei Fastbreaks, so viele Ballverluste – ohne unsere Teamleaderin Williams war unsere Offensive einfach katastrophal.“ Zur Halbzeit lag der MTV Stuttgart mit 19 Punkten zurück, bei 1 von 8 Freiwürfen, 0 von 9 Dreipunktewürfen und 15 Ballverlusten.
Darbietung vor voller Halle: Joanna Scheu
In der Kabine wurde die Wende eingeleitet. „An diesem Punkt geht es um mehr als nur Basketball. Und dann haben die Mädels angefangen, mit der Stärke zu spielen, die uns in dieser Saison zu Siegen verholfen hat. Wir sind mit einem der besten Viertel und Comebacks zurück ins Spiel gekommen.“
Die mit mehr als 250 Zuschauern gut gefüllte Halle wurde in der zweiten Halbzeit Zeugin einer beeindruckenden Aufholjagd des MTV. Mit zwei 3-Punkte-Wurf der überragenden Anastasia Schlipf und Salma El-Haiwan starteten die Stuttgarterinnen stark und waren mit einem Mal im Spiel. „Unser Publikum war der perfekte sechste Mann des Spiels gestern“, so DaSilva. Mit einem unglaublichen dritten Viertel von 23 zu 6 meldete sich das Team zurück.
Trotz aller Bemühungen reichte es am Ende nicht ganz für einen Sieg, da die Gäste einen wichtigen Dreier durch die auf Seiten der Gäste überragende Aufbauspielerin Pia Mankertz verwandelten und noch als Sieger vom Feld gingen. „Im vierten Viertel war die Intensität weiterhin hoch, und sie kamen von minus 29 auf minus 2 Punkte zurück: Zwei freie Dreier haben wir vergeben, und Pia Mankertz hat einen Dreier getroffen – das war einfach zu viel, um den Sieg zu holen.“ so DaSilva.
„Als Trainer bin ich müde, aber stolz auf das Herz, die Einstellung und den Willen, mit dem wir die meisten Spiele in dieser Saison gespielt haben. Die beste 2. Bundesliga-Saison des MTV, und das mit fünf Mädels, die ich seit der U14 trainiere – das ist das Sahnehäubchen obendrauf!“ schließt DaSilva die Saison.
Ging voran: Salma El-Haiwan
Die Hurricanes treffen nun auf den Südmeister aus Bad Homburg und spielen um den Einzug in das Top Four, während der MTV Stuttgart in die Offseason darf.
Es spielten: Salma El-Haiwan (15), Anastasia Schlipf (12), Lilith Maitra (8), Muna Ngome Kangue (6), Jada Powell (5), Louisa Groth (5), Diana Ivancic (3), Joanna Scheu (2), Amelie Kehrenberg (2), Jana Schreiner, Nikolina Antic, Siumara Pereira Gnassingbe.

