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2. Bundesliga Süd

Lou’s Foodtruck MTV Stuttgart mit Ausrufezeichen in Bamberg

verfasst von stuttgart@dbbl.de

Lou’s Foodtruck MTV Stuttgart hat am 21. Spieltag der 2. DBBL ein deutliches Zeichen gesetzt und sich mit 83:65 (22:15; 23:12; 25:17; 13:21) bei den Bamberg Baskets durchgesetzt. Damit wurde der direkte Vergleich gewonnen und Platz 7 gesichert. Vor über 700 Zuschauern dominierte das Team von Headcoach Cyril DaSilva die Partie über weite Strecken – und das trotz personeller Ausfälle und Größennachteilen.

Ohne Verena Soltau (Knie), Diana Ivančić (U18 Nationalteam) und Lola Stamenkovic (Familie). Erstmals dabei: Lilith Maitra nach längerer Verletzungspause. Insgesamt fehlte jedoch viel Größe unter dem Brett. Dennoch bestimmte der MTV das Spiel. Die Lösung: Tempo, Mut und ein klarer Matchplan.

Erstmals im Kader: Leticia Pereira Gnassingbe aus dem WNBL Team.

Der MTV startete mit hoher Intensität, setzte Bamberg früh mit konsequentem Ganzfeld-Pressing unter Druck und entzog dem Spiel so jeglichen Halbfeldrhythmus. Offensiv setzte man auf „Five-Out“, viel Bewegung und schnelle Abschlüsse. Die Folge: 17 Steals, 25 erzwungene Ballverluste und ein Spiel, das früh in Stuttgarter Richtung kippte.

Bereits zur Pause lag der MTV komfortabel mit 45:27) in Führung, im dritten Viertel wuchs der Vorsprung zwischenzeitlich auf über 30 Punkte an. Bamberg fand offensiv kaum Lösungen gegen die aggressive Verteidigung.

„Wir wollten das Spiel bewusst chaotisch machen – aber in ein kontrolliertes Chaos bringen“, erklärte Headcoach Cyril DaSilva nach der Partie. „Wenn du undersized bist, musst du das Spiel in Räume verlagern, die dem Gegner wehtun. Das haben die Mädels heute sehr reif und konsequent umgesetzt.“

Offensiv überzeugte vor allem eine wiedererstarkte Chanell Williams mit 23 Punkten, während Jana Schreiner mit 12 Punkten und 10 Rebounds ein starkes Double-Double auflegte. Joanna Scheu lenkte das Spiel, setzte Mitspielerinnen in Szene und war für Bamberg kaum zu greifen. Auch abseits des Scorings zeigte sich die mannschaftliche Geschlossenheit: Muna Ngome Kangue und Paula Armbrust lieferten wichtige Minuten in der Verteidigung.  Nach der Halbzeit musste Stuttgart zudem auf Selma Yesilova (Handverletzung) verzichten – Amelie Kehrenberg sprang in die Bresche und traf zwei wichtige Dreier.

„Das ist genau der Punkt, der uns aktuell auszeichnet“, so DaSilva. „Wir haben keine Hierarchie im klassischen Sinne, sondern eher ein Netzwerk. Wenn ein Knoten wegfällt, übernimmt der nächste.“

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Überzeugender Matchplan: Cyril DaSilva

Ein schöner und emotionaler Moment war zudem das Debüt von Nachwuchsspielerin Leticia Pereira Gnassingbe, die direkt ihren ersten Punkt in der 2. DBBL erzielte.

In der Schlussphase verwaltete der MTV vor imposanter Kulisse den Vorsprung souverän. Auch das Rebound-Duell entschied der MTV für sich – bemerkenswert angesichts der Größennachteile. Mit nun durchschnittlich 72 Punkten stellt der MTV eine der produktivsten Offensiven der Liga. Der Blick richtet sich auf das letzte Heimspiel: Mit einem Sieg und Schützenhilfe ist sogar noch Platz sechs möglich, nachdem das direkte Duell gegen Bamberg gewonnen werden konnte.

„Wir sind noch nicht fertig“, betonte DaSilva. „Wenn wir diese Mischung aus Intensität, Klarheit und Spielfreude halten, wird es für jeden Gegner unangenehm.“

Saisonabschluss ist am 11.04. um 18 Uhr, wenn der ASC Therisianum Mainz zu Gast ist.

Für den MTV spielten:

Chanell Williams (23 Punkte), Joanna Scheu (14, 6 Assists), Jana Schreiner (12, 10 Rebounds), Salma El-Haiwan (10, 4 Steals), Amelie Kehrenberg (8), Muna Ngome Kangue (6), Selma Yesilova (5), Lilith Maitra (2), Paula Armbrust (2), Leticia Pereira Gnassingbe (1), Louisa Groth, Franka Müller

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