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2. Bundesliga Süd

Kampf bis zur letzten Sekunde: USC BasCats holen Auswärtssieg in Jena

verfasst von VIMODROM Baskets Jena

Das Basketballjahr 2025 endete für die VIMODROM Baskets Jena mit einem echten Herzschlagfinale. In einer bis zur letzten Minute offenen Partie der 2. DBBL Süd mussten sich die Thüringerinnen den USC BasCats Heidelberg knapp mit 60:64 geschlagen geben. Ein Spiel, das alles bot: Führungswechsel, Kampfgeist und eine bittere Verletzungsmisere.

Vor gut gefüllten Rängen im Sportkomplex Lobeda West entwickelte sich von Beginn an eine intensive Begegnung. Während die Gäste aus Baden den besseren Start erwischten und das erste Viertel mit 15:9 für sich entschieden, bewies Jena Moral. Mit aggressiver Defensive und schnellem Umschaltspiel kämpften sich die Gastgeberinnen zurück. Vor allem Cianna Gloster (19 Punkte) und Annika Schwarz (15 Punkte) wirbelten die Heidelberger Abwehr phasenweise durcheinander. Zur Belohnung gab es eine verdiente 29:24-Halbzeitführung für Jena – die Hoffnung auf einen Heimsieg zum Jahreswechsel war greifbar.

Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer ein Duell auf Augenhöhe, das nichts für schwache Nerven war. Insgesamt neunmal wechselte die Führung, dreimal stand es unentschieden. Es war ein klassischer defensiver Schlagabtausch, bei dem um jeden Zentimeter Hallenboden gefightet wurde. Doch während die Intensität stieg, sank die Präzision im Abschluss: Jena kam am Ende auf eine Trefferquote von 37 Prozent, Heidelberg blieb mit 35 Prozent knapp dahinter.

Dass die Partie am Ende zugunsten der Gäste kippte, hatte auch schmerzhafte Gründe. Jena musste gleich zwei herbe Rückschläge verkraften: Erst knickte Alicia Rosanke im zweiten Viertel um, dann verlor das Team Ende des dritten Viertels Annika Heck nach einem harten Foul. Diese Ausfälle schwächten die Rotation spürbar und raubten Jena in der entscheidenden Phase die nötige Entlastung.

Die mangelnde Stabilität schlug sich auch in der Statistik nieder: 23 Ballverluste leistete sich Jena insgesamt – sieben mehr als die Gäste. In einem so engen Spiel war dies das Zünglein an der Waage.

Während Jena in der Schlussphase um Struktur rang, bewies Heidelberg Nervenstärke. Das Duo Kelly Moten (22 Punkte) und Anna-Lisa Wuckel (21) übernahm die Verantwortung. Mit einem entscheidenden Lauf zwischen der 37. und 39. Minute zogen die BasCats auf 64:53 davon. Jena mobilisierte zwar noch einmal alle Kraftreserven, doch die Zeit reichte nicht mehr, um das Spiel erneut zu drehen.

„Natürlich bin ich enttäuscht“, resümierte Trainerin Sandra Rosanke nach dem Schlusspfiff. „Der Kampfgeist war da, aber zu viele kleine Fehler haben in den entscheidenden Momenten den Unterschied gemacht. Besonders bitter waren die Verletzungen, die uns den Rhythmus gebrochen haben.“

Für Jena ist die Niederlage ein kleiner Dämpfer im Kampf um die Spitzenplätze. Das Team rutscht auf Rang 5 ab und überwintert damit knapp außerhalb der Playoff-Zone, während sich Heidelberg auf den zweiten Tabellenplatz vorschiebt. Mit einer Bilanz von sieben Siegen und vier Niederlagen haben die VIMODROM Baskets dennoch eine solide Basis für das kommende Jahr gelegt.

Die Fans dürfen sich nach der kurzen Winterpause auf eine spannende Rückrunde freuen – die Ausgeglichenheit der Liga verspricht jedenfalls weiterhin Basketball-Dramatik pur.

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