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2. Bundesliga Süd

Bitteres Aus im Do-or-Die-Spiel: VIMODROM Baskets Jena unterliegen nach Nervenschlacht in Göttingen mit 81:86 (Halbzeit: 43:42)

verfasst von VIMODROM Baskets Jena

Foto: Kai Oehler

Die VIMODROM Baskets Jena haben am Sonntagnachmittag in ihrer Aufstiegssaison der 2. DBBL Süd bedingungslosen Kampfgeist bewiesen, standen am Ende jedoch mit leeren Händen da. Die Ausgangslage vor dieser physisch extrem anspruchsvollen „Do-or-Die“-Partie war glasklar: Nach der bitteren Heimniederlage im Hinspiel vergangene Woche (-4), brauchten die Thüringerinnen bei den BG74 Veilchen Ladies Göttingen zwingend einen Sieg mit mindestens fünf Punkten Differenz (+5), um in das begehrte Final4 einzuziehen. Nach einem packenden Spiel mussten sie sich jedoch mit 81:86 geschlagen geben und damit das bittere Saison-Aus hinnehmen.

Traumstart und hohes Tempo im ersten Viertel

Das erste Viertel begann mit einem enorm hohen Tempo, doch anders als vom lautstarken Heimpublikum erhofft, fanden die Baskets sofort ihren offensiven Rhythmus, um die Hypothek aus dem Hinspiel abzubauen. Annika Heck (12 Pkt.) und Taylor Brooke Robertson (10 Pkt.) netzten früh von draußen ein, während Marta Miscenko (18 Pkt.) am Korb die Lücken fand. Die Thüringerinnen erarbeiteten sich durch konzentriertes Passspiel und starke Abschlüsse zwischenzeitlich eine verdiente 17:11-Führung. Göttingen hielt mit schnellem Transition-Game dagegen und kämpfte sich heran, doch nach den ersten zehn Minuten lag Jena knapp mit 21:20 vorn.

Kopf-an-Kopf-Rennen vor der Pause

Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Beide Teams schenkten sich in der Zone keinen Zentimeter. Cianna Gloster (7 Pkt.) ackerte unter den Körben, holte wichtige Rebounds und räumte defensiv mit Blocks auf. Auf dem Flügel blieb Laila Walker (20 Pkt.) brandgefährlich und traf kurz vor der Halbzeit einen wichtigen Dreier nach Assist von Laura Thiele (0 Pkt.). Mit der Schlusssirene des zweiten Viertels behaupteten die VIMODROM Baskets in einer intensiven Phase eine hauchdünne 43:42-Pausenführung.

Der Dreier-Regen von Annika Schwarz

Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer zunächst eine bärenstarke Phase der Gäste. Annika Schwarz (14 Pkt.) lief jetzt so richtig heiß: Mit drei krachenden Dreiern in Serie riss sie das Momentum im Alleingang auf die Seite der Baskets und bescherte Jena eine vielversprechende 60:53-Führung – ein Spielstand, der für das Final4 gereicht hätte. Doch Göttingen konterte resolut. Die Partie mutierte zunehmend zu einer hitzigen Defense-Schlacht, geprägt von Foul-Trouble auf Jenaer Seite. In dieser kritischen Phase kamen Spielerinnen wie Inga Ruppe (0 Pkt.), Jenna Rosanke (0 Pkt.), Elisaweta Petrukhnova (0 Pkt.) und Stella Nwaobi (0 Pkt.) zwar leider nicht zum Einsatz, pushten ihr Team aber unermüdlich und lautstark von der Bank aus. Ein Göttinger Lauf kurz vor der Sirene egalisierte das Spiel, sodass es mit einem völlig offenen 62:62 in den alles entscheidenden Schlussabschnitt ging.

Virtuell im Final4, doch das Glück fehlt in der Crunchtime

Im vierten Viertel erreichte die Spannung ihren absoluten Siedepunkt – die Halle kochte. Es entwickelte sich der erwartete Nervenkrimi, bei dem die Führung mehrfach wechselte. Dann der magische Moment: Robertson feuerte einen Dreier ab und brachte Jena mit 72:67 in Führung. Exakt die +5-Differenz, die das Ticket für das Final4 bedeutete! Die Sensation lag in der Luft. Doch in der absoluten Crunchtime überschlugen sich die Ereignisse. Göttingen schlug zurück. Als Miscenko wenig später die 76:75-Führung besorgte, wussten die Baskets: Ein Punkt Vorsprung reicht in der Endabrechnung nicht aus. Gezwungen, volles Risiko zu gehen, um wieder auf +5 zu stellen, blieben wichtige Stopps in der Defense aus. Späte Foulpfiffe gegen Miscenko, Robertson und Walker schickten die eiskalten Hausherrinnen immer wieder an die Linie. Ein letzter Dreier von Miscenko zum 79:82 brachte noch einmal ein Fünkchen Hoffnung, doch das Wurfglück und die Zeit reichten nicht mehr aus – 81:86.

Atmosphäre: Hexenkessel im Felix-Klein-Gymnasium

Das Felix-Klein-Gymnasium war mit 520 lautstarken Zuschauern sehr gut besucht und bot eine fantastische Kulisse mit großartiger Stimmung auf beiden Seiten – genau so, wie es sich für ein echtes Do-or-Die-Spiel gehört. Die ohrenbetäubende Atmosphäre glich einem wahren Hexenkessel, der beide Teams in der Schlussphase beflügelte. In einem mitreißenden Duell zweier absolut gleich starker Mannschaften auf Augenhöhe entschieden am Ende winzige Nuancen über das Weiterkommen – sportliche Details, um die die Thüringerinnen bis zur letzten Sekunde tapfer, aber letztlich erfolglos ankämpften.

Ausblick: Sommerpause nach starkem Kampf

Mit dieser Niederlage ist die Aufstiegssaison für die VIMODROM Baskets Jena beendet. Das Team verabschiedet sich nach einer intensiven und kräftezehrenden Spielzeit in die Sommerpause. Die Mannschaft bedankt sich bei allen Fans, Sponsoren und Helfern für die grandiose Unterstützung im heimischen meTecno-Court sowie Lobeda-West, Saalfeld und Apolda. Den BG74 Veilchen Ladies Göttingen gratulieren wir zu einer starken Serie auf Augenhöhe und wünschen ihnen für das anstehende Final4 alles Gute und viel Erfolg!

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