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2026.01.17 Basketball 2. Bundesliga Frauen: Usc Freiburg Eisvögel Ii Asc Mainz, Unisporthalle 2,
2. Bundesliga Süd

Am Ende sind es die Freiwürfe

verfasst von mainz@dbbl.de

Lange halten die Zweitligabasketballerinnen des ASC Mainz die Partie beim USC Freiburg II offen. Im letzten Viertel aber dürfen die stark besetzten Gastgeberinnen zu oft an die Linie und bringen Aron Duracaks Frauen aus dem Offensivrhythmus.

Mainz. Sie hatten 20 Würfe mehr abgegeben, doppelt so viele Offensivrebounds geholt wie die Gegnerinnen, eine ähnliche Bilanz bei den Steals und etliche Turnovers weniger. Dennoch gingen die Zweitligabasketballerinnen des ASC Mainz am Samstagabend beim USC Freiburg II geschlagen vom Feld. Mit 64:72 (55:57, 32:36, 16:23) unterlagen sie den mit mehreren Verstärkungen aus dem Erstligakader angetretenen Breisgauerinnen. „Am Ende waren es die Freiwürfe“, sagte Aron Duracak.

Elf ihrer fünfzehn Punkte im Schlussviertel hatten die Freiburgerinnen von der Linie erzielt – „wir hatten im gesamten Spiel nur zwölf Freiwürfe“, berichtete der Mainzer Trainer, immerhin mit lediglich einem Fehlversuch. Die hohe Foulbelastung im letzten Durchgang brachte seine Frauen um ihre Siegchance, nicht nur wegen der USC-Treffer. Sondern auch, weil sie in den nächsten eigenen Angriffen stets ins Setplay gehen mussten.

„Das war ein Vorteil für die Freiburger Defense“, erläuterte Duracak. Die Gastgeberinnen hätten fast durchweg drei Spielerinnen von mindestens 1,85 Meter Körpergröße auf dem Feld gehabt, gegen die sich sein Team schwertat, wenn es Systeme laufen sollte. Auch unter dem eigenen Korb entstanden dadurch stets Mismatches. „Von daher war es schon überraschend, dass wir so gut mitgehalten haben.

Nicht unterkriegen lassen 

Alina Kraus, Alina Dötsch und Taylor Golembiewski schossen in der Anfangsphase eine 7:2-Führung heraus, nach 9:4 musste der ASC jedoch einen Freiburger Lauf zum 9:15 wegstecken. Im zweiten Viertel wuchs der Rückstand auf bis zu neun Punkte an, unterkriegen ließen sich die Gäste aber nicht; Kraus brachte ihr Team in der 17. Minute auf 28:30 heran.

Sogar ein Führungswechsel gelang den Mainzerinnen gegen Ende des dritten Abschnitts: Svea Rehders (51:50) und Alina Dötsch per Dreier zum 54:53 deuteten an, dass sie das Zeug zur Revanche für die in letzter Sekunde sehr unglücklich zustande gekommene Heimniederlage hatten. Stephanie Wagner sorgte elf Sekunden vor der letzten Viertelpause für die erneute Freiburger Führung.

Insgesamt kam die ehemalige Nationalspielerin allerdings nicht so zum Zug wie üblich und wie auch Mitte Dezember in Mainz. „Wir haben sie nur neun Punkten machen lassen“, sagte Duracak und weitete das Lob für seine Defense aus: „Paula Huber-Saffer haben wir ebenfalls kleingehalten.“ Die 1,92 Meter große Centerin, die als eine der talentiertesten Deutschen auf dieser Position gilt und regelmäßig in der Ersten Liga etliche Minuten erhält, kam nur auf zwei Zähler.

Zu schnell fünf Fouls erreicht

Ein Problem jedoch vermochte die Mainzer Verteidigung nicht zu lösen: „Freiburg hat so viele Talente, die alle werfen und zum Korb ziehen können, dass es irgendwann schwer wird, sie in den Griff zu bekommen“, sagte Duracak. Und so verteilte sich die Ausbeute des USC hinter Paula Paradzik (15) vor allem auf acht Akteurinnen, die zwischen sieben und zehn Punkte beisteuerten. In der Summe übertrumpften sie damit das zweistellig treffende ASC-Trio Golembiewski (24), Jordan Barron (15 sowie mit elf Rebounds ein Double-Double) und Dötsch (13).

Solange sie aus Defensivrebounds und Stopps in Schnellangriffe übergehen konnten, hielten die Mainzerinnen die Begegnung offen. „Aber im letzten Viertel hatten wir schnell fünf Fouls erreicht, und das haben die Gegnerinnen ausgenutzt, indem sie noch konsequenter zum Brett gezogen sind und über Low Post gespielt haben“ – was weitere Pfiffe nach sich zog und den ASC-Vorwärtsdrang bremste.

Zwischen Enttäuschung und Zufriedenheit

Die dezimierte Besetzung tat ein Übriges. Ohne Dilara Özdemir im Aufbau und Lena Kröhl auf der Centerposition fehlten dem Coach zwei Wechseloptionen und der Mannschaft gegen Ende einige Körner. „Hätte zum Beispiel Lena ein paar Minuten gespielt und Jordan dafür verschnaufen können, geraten die letzten Würfe vielleicht nicht zu kurz oder man ist in der Defense schneller vor der Gegnerin, statt sie foulen zu müssen“, sagte er.

Letztlich mischte sich die Enttäuschung, nicht wenigstens eines der beiden Duelle mit dem USC gewonnen zu haben, mit der Zufriedenheit über die Entwicklung, die das Team seit Saisonbeginn durchlaufen habe. „Wir haben individuell und im Mannschaftgefüge deutliche Schritte nach vorne gemacht, auch wenn es noch nicht ganz reicht, um so stark besetzte Gegner zu schlagen.“

Gutgetan habe freilich das Lob des Freiburger Erstligamanagers, erzählte Duracak. „Er hat nach dem Spiel gesagt, für unsere starke Leistung hätte er uns sogar den Sieg gegönnt.“

Dieser Artikel erscheint mit freundlicher Unterstützung von SPORT AUS MAINZ.

Foto: Achim Keller

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