„Vollkatastrophe“: NBO verliert Spiel und Top-Spielerin
Es hätte der Abschluss einer richtig guten Hinrunde sein sollen. Die New Basket Oberhausen waren zum Jahres- und Hinserienabschluss in der 2. Basketball-Bundesliga der Damen beim Tabellenvorletzten Bender Baskets Grünberg gefordert. Was ein spannendes Spiel versprach, war am Ende eine Vollkatastrophe. Die 55:81 (23:41)-Niederlage ist dabei sportlich nicht Mal das Schlimme, sondern die potenziell schwere Verletzung von Topspielerin Delia Moore nach bereits 45 Sekunden.
„Sie war lange im Krankenhaus und ist jetzt schon nach Hause geflogen. Ich denke es wird die Tage Neuigkeiten geben“, ist die besinnliche Weihnachtszeit für Co-Trainer Ralf Weßlowski erst mal abgesagt. Bis tief in die Nacht war Moore mit ihrem Mitspielerinnen Leni Antwerpen und Mariele Werner im Krankenhaus, zwischen Bänderriss und Mittelfußbruch schwankt die Diagnose der US-Amerikanerin, die unmittelbar nach dem Sprungball umgeknickt war.
NBO tut sich ohne Moore schwer und setzt offensiv wenig Akzente
Das Spiel war dadurch natürlich ein völlig anderes. Ohnehin ist es in Grünberg nie einfach zu gewinnen, zumal die Bender Baskets sich mit dem letzten Sieg im Aufwind befanden. Das erste Viertel blieb knapp, NBO erzielte ohne Moore tatsächlich nur vier Punkte aber hielt die Gastgeberinnen immerhin auch bei gerade Mal neun Zählern. Offensiv blieb es bei NBO viel Stückwerk, das ganze Spiel über. Einzig Jarla Müller war mit 18 Punkten über weite Strecken in Normalform, Maja Manten kam zwar auf 9 Punkte und 15 Rebounds, konnte dem Spiel aber auch keinen Stempel aufdrücken. „Wir haben sie da alleine gelassen“, findet Weßlowski.
Natürlich fehlten ohne Moore zum einen die gewohnten Abläufe, dann aber auch die Freiheiten, die sie ihren Mitspielerinnen generiert. „Das war dadurch ein anderes Spiel“, weiß Weßlowski. Er erkannte aber auch, dass es die Mannschaft von Nicole Telke und ihm den Grünbergerinnen auch zu einfach machte. „Da waren viele einfache Würfe dabei“, blickt er auf das zweite Viertel, in dem Grünberg mit 32:19 gewann und von draußen plötzlich alles durch die Reuse warfen. „Sie sind da heißgelaufen“, nickt er.
Aufstecken war allerdings kein Thema. „Wir können ihnen keinen mangelnden Einsatz vorwerfen“, sagt Weßlowski. Das dritte Viertel endete schließlich auch mit 21:17 für NBO, doch für eine Aufholjagd fehlte dann auch die Kraft. „Es bleibt ein physisches Problem“, resümiert Weßlowski. Mit 23:11 gewann Grünberg die letzten zehn Minuten und hat damit natürlich auch für den direkten Vergleich einen ordentlichen Faustpfand vor dem Rückspiel am 10. Januar.