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2. Bundesliga Nord

Trotz bester Saisonleistung: Bitterer Ballverlust kostet NBO den Sieg

verfasst von oberhausen@dbbl.de

Den New Baskets Oberhausen flutschte am achten Spieltag sprichwörtlich der vierte Saisonsieg aus den Händen. Mit 78:79 (36:45) unterlag die Mannschaft von Nicole Telke und Ralf Weßlowski nicht nur denkbar knapp, sondern auch denkbar dramatisch bei den Chemcats Chemnitz.

„Dass sie dann über die ausgestreckten Arme von Maja trifft… naja was sollst du da machen“, resümiert Weßlowski noch mal die letzten Momente der Partie. Lina Lieckfeld hatte 21 Sekunden vor dem Ende noch den Korbleger zum 76:72 verwandelt, nach dem sich NBO hervorragend aus der Presse der Gastgeberinnen gespielt hatte. Lilly Küppers verkürzte, Delia Moore blieb an der Linie cool und mit neun Sekunden auf der Uhr stellte sie komfortabel auf 78:74. Lilly Oswald traf dann einen ganz schwierigen Dreier im Gegenzug, Jarla Müller schnappte sich den Ball und wollte Manten schnell einsetzen. Ihr rutschte der Ball allerdings aus der Hand, Lucile Peroche nahm das Geschenk dankend an und traf beide Versuche von der Freiwurflinie zum am Ende überraschenden Heimsieg.

„Wir haben es vorher verloren“, ordnet Weßlowski ein und spielt auf die Ballverluste an. „Wir haben 20 Turnover mehr gemacht und 15 davon kannst du dir schenken. Die waren ja nicht, weil sie so aggressiv gespielt hätten“, hadert er. Tatsächlich brauchte es nur eine kurze Findungsphase zu Beginn, um die hohe Presse der Chemcats auszuspielen. Beide Mannschaften waren in der Anlage auch durchaus vergleichbar, beide wollten immer wieder aufs Tempo drücken und hatten damit auch ihren größten Erfolg. Der Unterschied und was NBO lange auf die Siegerstraße brachte, war das geduldige Teamspiel.

„Das war vielleicht sogar unsere beste Saisonleistung. Jeder auf dem Feld hat seinen Job gemacht, egal wie viele Minuten es waren“, findet Weßlowski. Mit Müller, Moore, Lieckfeld, Maja Manten und Lily Wilke ging es mit einem 5:0-Start in die Partie. Chemnitz brauchte etwas Anlauf, dann gestaltete sich ein ausgeglichenes erstes Viertel. Auch im zweiten Abschnitt schenkten sich beide Teams lange nichts, erst in den letzten zwei Minuten hatten die Chemcats die bessere Phase und stellten mit einem 8:0-Lauf den etwas deutlicheren Pausenstand her.

Zum Glück scheint NBO aber den Fluch des dritten Viertels abgeschüttelt zu haben, Lieckfeld stellte sechs Minuten nach dem Seitenwechsel auf 50:50, Moore besorgte aus der Distanz die erste Führung seit langem. Chemnitz startete jedoch auch in das Schlussviertel besser und war sechs Minuten vor dem Ende auf acht Punkte zum 66:58 enteilt. Dann lief Wilke mit drei Dreiern in Serie mal so richtig heiß und besorgte die Führung. Tatsächlich wirkten die Gäste in der Phase sogar abgezockter, der Sieg fast schon eingetütet. „Ein Sieg hätte uns gutgetan und wäre natürlich schön gewesen. Es war trotzdem ein gutes Spiel von uns, wir haben mehr als 70 Punkte gegen ein Topteam gemacht“, will der Trainer den Fokus auf das Positive legen.

Vieles passte tatsächlich richtig gut, die Quoten waren in Ordnung, die Verteidigung passte, wären da nicht die Ballverluste gewesen. Der eine am Ende war im Gesamteindruck sinnbildlich, mit der Leistung insgesamt darf die Mannschaft aber zufrieden sein.

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