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2. Bundesliga Nord

Tigers verlieren in letzter Minute im Krimi gegen die Hurricanes

verfasst von neuss@dbbl.de

Ein verheerendes drittes Viertel (9:24) der Tigers war die Ursache der denkbar knappen Niederlage (84:86, Halbzeit 48:38) gegen Rotenburg. Der Schlüssel liegt in der Verteidigung.

Am Ende Frust pur: Linda Brückner, Aisha Traore, Kira Baseler und Claire Sutherland-Case.

Was am letzten Spieltag der Hinrunde so etwas wie ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf hätte sein können, mündete am Ende in die siebte Niederlage in Folge. Kein Wunder also, dass Tigers-Coach Björn Weber an der Niederlage gegen die nur zu siebt angetretene BG 89 AVIDES Hurricanes schwer zu knabbern hatte: „Das war ein Must-Win. Wieder eine vergebene Chance. Dass wir dieses Spiel verloren haben, ist sehr, sehr deprimierend.“

Dabei waren die Tigers wie bereits in einigen vorangegangenen Partien in der ersten Halbzeit auf einem guten Weg. In einem von beiden Teams mit hohem Tempo geführten Spiel erarbeiteten sich die Tigers bis zur 5. Minute einen 10 Punkte-Vorsprung (16:6). Im zweiten Viertel lagen sie nach einem Dreier von Claire Sutherland-Case mit 43:31 (15.). Durch zwei leicht erspielte Korberfolge verkürzten die Hurricanes auf 48:38 zur Halbzeitpause.

Dieser schöne Vorsprung verwandelte sich jedoch im dritten Abschnitt (9:24) in einen 57:62-Rückstand. Dabei überspielten die Gäste aus Rotenburg immer wieder die schlecht aufgestellte Neusser Verteidigung und kamen somit zu leichten Punkten.

Zu Beginn des letzten Viertels spielten die Hurricanes ihre Überlegenheit im Angriff aus und führten nach einem erfolgreichen Dreier durch Anna Lena Skeib mit 72:64 (34. Min.).

   

Im Anschluss an die von Björn Weber genommene Auszeit verkürzte das Duo Johanna Huppertz und Marija Ilic innerhalb von zwei Minuten auf 70:72. In den nächsten 2 Minuten hielten die Tigers mit vier Treffern (2x Brückner, Huppertz, Sutherland-Case) hintereinander von jenseits der Drei-Punkte-Linie das Spiel wieder offen. 1:54 Minute vor Schluss führten die Tigers mit 1 Punkt (82:81). Das so dringend benötigte Erfolgserlebnis war zum Greifen nah. Marija Ilic, die die vollen 40 Minuten auf dem Feld stand, hätte sogar erhöhen können. Der Versuch misslang jedoch und Janina Schinkel antwortete im Gegenzug per Dreier mit dem 82:84 für die Gäste.

Mit noch 37 Sekunden auf der Spieluhr glich Marija Ilic mit zwei verwandelten Freiwürfen aus. Luise Linke traf 22 Sekunden vor Schluss zur 86:84-Führung der Hurricanes. Für die Tigers verfehlten danach sowohl Johanna Huppertz (Dreierversuch) als auch Marija Ilic mit der Schlusssirene.

An dieser so bitteren Niederlage missfiel Björn Weber einmal mehr die fehlende Bereitschaft seiner Schützlinge, sich in der Defensive genauso ins Zeug zu legen wie in der Offensive. „Es steht und fällt halt alles mit der Verteidigung. Da sind wir im Moment nicht zweitligatauglich. Ich weiß nicht, warum wir das nicht hinkriegen, wir arbeiten im Training seit vier Wochen an nichts anderem.“

Fotos: Wolfgang Rommerskirchen

Auszug aus Artikel auf NGZ Online vom 16.12.24

 

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