Tigers treffen in Osnabrück auf die beste Verteidigung der Liga
Am Sonntag treten die Tigers beim Tabellenzweiten BBC Osnabrück an. Schwierig wird es sein, dass sie ihre Niederlagenserie endlich mal durchbrechen.
So könnte das grundsätzlich in der Neusser Defense aussehen: (v.l.) Johanna Huppertz, Inga Krings und Linda Brückner packen kräftig zu (sollte auch ohne Foul möglich sein). Foto: Wolfgang Rommerskirchen
Während der Liga-Zweite aus Niedersachsen unter der Woche beim 55:69 im Pokal gegen den Erstligisten MBC Halle seine gute Form bestätigte, stimmt es beim Schlusslicht vom Rhein gerade in der Verteidigung immer noch nicht. Und dann treffen die Tigers bei den Black Bulls auch noch auf die mit Abstand beste Verteidigung der 2. Liga Nord.
Das macht es für die bisher überzeugend abliefernden Johanna Huppertz und Marija Ilic noch einmal schwerer. Auch wenn die Tigers aktuell den viertbesten Angriff der Liga haben, so steuern die anderen Spielerinnen zu wenige Treffer bei. In die Verantwortung nimmt Trainer Björn Weber dabei neben den erfahreneren Spielerinnen Inga Krings, Linda Brückner und Leonie Oost vor allem die beiden Profis: Claire Sutherland-Case sollte ihre Leistungen gleichmäßiger rüberbringen. Ihre Statistik mit im Schnitt 14,3 Punkten und zehn Rebounds ist gar nicht so schlecht. Aisha Traore leistet im Angriff noch nicht die erwartete Unterstützung, arbeitet im Training aber mit erfolgreichen Schritten an ihren Rollen in Angriff und Verteidigung.
„Unser Problem“, sagt Weber jedoch, „ist die Verteidigung. Wir lassen im Schnitt 20 Punkte mehr zu als die anderen Mannschaften durchschnittlich erzielen. Das bricht uns das Genick.“ Auffällig und positiv ist, dass die Tigers über drei Viertel das Spiel mitbestimmen, um dann meist im letzten Viertel böse einzubrechen. Nicht das ganze Viertel, aber 4 – 5 Minuten reichen dann schon aus. „Das passiert uns zu häufig“, kritisiert der Coach, der indes weiterhin eine gute Stimmung im Team ausgemacht hat.
In Osnabrück dürfte es darum gehen, die im Training erarbeiteten Automatismen endlich mal diszipliniert und konzentriert zur Anwendung zu bringen. „Das wird brutal schwer“, befürchtet Weber. Wie Lösungsansätze aussehen könnten, zeigen die Black Bulls. Die haben um ihre „Leittiere“ Tonia Dölle (15,4 Punkte im Schnitt), Antonia Kraushaar (12,9) und Annemarie Portratz (4,6 Assists) ein funktionierendes Team gebaut. Über ein solches Trio verfügen in Marija Ilic, Johanna Huppertz und Claire Sutherland-Case grundsätzlich auch die Tigers.
Auszug aus Artikel auf NGZ Online vom 07.12.24
