Tigers gehen mit einem Push in die Play-Downs
Vor dem Hochball gegen die Lady Dolphins Bielefeld ehrt die DBBL Marija Ilic als beste Nachwuchsspielerin in der Toyota 2. DBBL Nord.

Im letzten Spiel der Hauptrunde waren Marija Ilic (am Ball) beim 77:71-Sieg gegen die Chemcats Chemnitz 24 Punkte für die TG Neuss Tigers gelungen. Foto: Wolfgang Rommerskirchen.
Die DBBL zeichnet Marija Ilic mit dem Award in der Kategorie „Young Player of the Year“ aus. Eine absolut nachvollziehbare Auszeichnung, belegte die Abiturientin doch an der Seite ihrer Vereinskollegin Johanna Huppertz nicht nur Rang vier bei der der 3×3-WM in Ungarn, sondern legte in der Hauptrunde im Schnitt 17,4 Punkten, 4,1 Assists und 4,0 Rebounds auf. Bei den (insgesamt nur fünf) Siegen der Tigers über Bonn (25 Punkte), Braunschweig (20), Grünberg (17), Osnabrück (22) und Chemnitz (24) lieferte die 1,71 Meter große Spielmacherin ihre besten Leistungen ab.

„Claire 1:1 zu ersetzen, ist unmöglich, dazu fehlen uns die Fähigkeiten“, bestätigt der Coach. „Es geht nur übers Kollektiv.“ Und selbst das sei nicht genug, fügt er an, „wenn in diesen Spielen nicht jede Spielerin deutlich mehr macht als sowieso schon. Jetzt ist ein unfassbarer Charakter gefragt.“ Bieten die Lady Dolphins, die Neuss in dieser Saison sowohl im Pokal als auch in der Liga bezwungen haben, neben Marnie Falkowski und der 1,90 Meter großen Larissa Ellermann auch noch Olivia Nash auf, „kriegen wir größte Probleme“, prophezeit Weber. Jasmine Elder und die junge Sahra Cissé könnten zwar körperlich durchaus mithalten, „aber ich kann sie ja nicht 40 Minuten spielen lassen. Darum haben wir uns taktisch was überlegt.“
Olivia Nash, die mit den Tigers in der vergangenen Saison noch im Play-off-Viertelfinale gestanden hatte, an die Kette zu legen, ist indes ein Ding der Unmöglichkeit. In ihren bislang drei Einsätzen seit ihrem Comeback legte die 31-Jährige auf Anhieb im Schnitt 21,7 Punkte und 10,7 Rebounds auf. Noch ist nicht sicher, ob die US-Amerikanerin in Neuss auflaufen wird. Weber: „Ich versuche, das völlig ohne Emotion anzugehen und bereite die Mannschaft darauf vor, dass sie spielt.“
Auszug aus Artikel auf NGZ-Online vom 04.04.2025