Spannung bis zum letzten Wurf: New Basket Oberhausen verlieren gegen ChemCats
Die Enttäuschung war mit der letzten Sirene des Spiels fast greifbar. Die New Basket Oberhausen verloren auch das Rückspiel gegen die ChemCats Chemnitz denkbar knapp. Beim 72:74 (42:33) ging es wieder um den letzten Wurf, doch der Distanzwurf von Delia Moore klatschte nur ans Metall. NBO rutscht daher in der Tabelle ab und muss befürchten, in den Duellen mit Chemnitz am Ende möglicherweise entscheidende Punkte im Rennen um die Playoffs liegen gelassen zu haben.
Dabei begann die Mannschaft von Nicole Telke, Ralf Weßlowski und Henry Canton im ersten Viertel furios. In der zuletzt gewohnten Ersten Fünf mit Jarla Müller und Lucy Krocker neben Moore, sowie Laura Kindelan Lohse und Maja Manten unter den Körben ging es los. Lucille Peroche gelangen die ersten Punkte für die Gäste, bis zur Mitte des ersten Viertels blieb die Partie ausgeglichen. Dann starteten die Gastgeberinnen den ersten Lauf. Mit 17:6 gingen die zweiten fünf Minuten klar an Oberhausen und mit 31:17 in den zweiten Abschnitt. NBO bestimmte durch Intensität und traf auch einfach so gut wie jeden schwierigen Wurf unter dem Korb. Chemnitz hielt sich in der Phase mit ebenfalls schwierigen Würfen vom Zonenrand überhaupt im Spiel.
Doch Chemnitz kämpfte sich im zweiten Viertel wieder ran. Fünf Minuten blieb NBO da ohne erfolgreichen Wurf, einen 7:0-Lauf der Gäste unterbrach Marina Krnjajski mit einem wichtigen Dreier nach Assist von Moore zum 34:24, mit 42:33 ging es in die Pause.
Auch im dritten Viertel hatte NBO zunächst die Mittel gefunden. Lucy Krocker stellte die Führung zum 45:33 wieder zweistellig, dann spielte jedoch lange nur Chemnitz. Den 12:0-Lauf zum Ausgleich unterbrach erneut Krocker, doch nun war die Partie offen, ging hin und her. Ein erfolgreicher Distanzwurf von Knorr mit Ablauf der Uhr besorgte den bitteren 55:59-Rückstand zum Start ins letzte Viertel. Es blieb nun ein knappes Spiel, Manten verkürzte rund zwei Minuten vor dem Ende aus der Distanz zum 69:71, doch nur 30 Sekunden später traf Chemnitz‘ US-Amerikanerin Erin Kathleen Stroberg aus ähnlicher Distanz über die ausgestreckten Arme von Manten. Das war ein potenzieller Wirkungstreffer, doch Pauline Teßmer zeigte sich unbeeindruckt und wollte ebenfalls aus der Distanz antworten, ihr Versuch sprang jedoch wieder raus. Manten arbeitete sich dann eine Minute vor Ende an die Linie, traf einen von beiden Freiwürfen. NBO blieb dran: Moore klaute Knorr den Ball, schickte Manten und brachte ihre Mannschaft 38 Sekunden vor dem Ende wieder in Schlagdistanz.
Auszeit Chemnitz, doch wieder war NBO mit den Fingern am Ball. Teßmer schnappte sich Knorrs wilden Wurfversuch, doch auch im eigenen Angriff waren nur schwierige Optionen für Moore da. Ein riskanter Pass auf Kindelan Lohse resultierte immerhin noch in einem Sprungball und vier Sekunden vor dem Ende in der letzten Chance für NBO. Die Trainer skizzierten ihren Plan, es kam auch hier nur ein schwieriger Wurf zum Sieg für Moore heraus, der allerdings ebenfalls nur an den Ring ging. „Wir haben es nicht in den letzten Minuten verloren“, ärgerte sich das Trainer-Trio unisono, den guten Start nicht in zwei so wichtige Punkte umgemünzt zu haben.