New Basket Oberhausen kassieren Abreibung – „Man kann hier verlieren, aber…“
Im Rückspiel des Ruhrgebietsderbys gab es für die New Basket Oberhausen eine ziemliche Abreibung. Die AstroLadies Bochum gewannen ihr Zweitliga-Heimspiel mit 86:35 (51:18) klar und deutlich. Platz acht in der Tabelle verteidigt die Mannschaft von Nicole Telke und Ralf Weßlowski aber weiterhin, mit einem Sieg (und Spiel) weniger als der Eimsbütteler TV und jeweils einem Sieg vor TuS Lichterfelde und den Bender Baskets Grünberg.
„Wir sind eiskalt überrannt worden. Bei 16:0 war die Messe gelesen“, sagt Weßlowski. Der Auftakt der Gäste war dabei wirklich katastrophal. Keine zwei Minuten waren gespielt, da hallte ein lauter Fluch durch die Halle. Topscorerin Cecelia Collins (23 Punkte) hatte gerade das 8:0 erzielt, kurz darauf nahm NBO die erste Auszeit. NBO wehrte sich in der Anfangsphase kaum. „Die erste Halbzeit waren nicht wir. Man kann hier verlieren, aber…“, fasst Weßlowski zusammen. Die Mannschaft zeigte kaum Gegenwehr, bekam in der Anfangsphase nicht mal verlässlich den Ball über die Mittellinie. 27 Ballverluste waren es am Ende der 40 Minuten, wobei insbesondere die zweite Hälfte eine enorme Leistungssteigerung zu sehen war.
19 Prozent aus dem Feld, Lisa Spießbach gelang nach fünf Minuten zum 3:16 der erste und einzige erfolgreiche Distanzwurf des Spiels – Quote 8,3 Prozent. „Irgendwann war die Luft raus, aber die zweite Halbzeit war auf jeden Fall besser“, findet Weßlowski. NBO muss weiterhin auf US-Amerikanerin Delia Moore verzichten und auch Mariele Werner und Ronja Spießbach stehen mit Knieproblemen weiter nicht zur Verfügung. Aus der zweiten Mannschaft bekam Laureen van Gelder nun aber mal die Chance und lieferte zumindest in ihrem ersten Einsatz eine erfrischende Unbekümmertheit ab. Auch der junge Winterneuzugang Pauline Teßmer durfte sich wieder rund 18 Minuten beweisen und weiter die Wettkampfhärte in der zweiten Liga üben. Ihre Minuten werden im Endspurt der Meisterschaft ganz sicher noch wichtig werden.
Nun gilt es aber erst mal, es durch das kommende Wochenende zu schaffen. Die Wings aus Leverkusen kommen am Samstag, 19.30 Uhr, in die Halle Ost. Der Tabellenzweite hat bisher nur das Hinspiel gegen Göttingen verloren und steht aktuell bei zehn Siegen in Serie, insgesamt sind es schon 16 an der Zahl. Dann beginnt für die New Basket eine Reihe von entscheidenden direkten Duellen. Erst geht es zum Tabellennachbarn Eimsbüttel in den Norden, dann kommen die Chemcats Chemnitz (5.). Lionpride Braunschweig (12.) und die Talents aus Bonn/Rhöndorf (6.) sind das Heimspiel gegen TuS Lichterfelde (9.) umrahmende Gastspiele. „Wir müssen die letzten Nackenschläge wegstecken“, erwartet Weßlowski in den verbleibenden sechs Spielen der regulären Saison auch noch eine Menge Arbeit für die Köpfe.