NBO verliert in Rotenburg – „Mit der Quote gewinnst du kein Spiel“
„Das ist ja schnell erzählt. Mit der Quote gewinnst du kein Spiel“, weiß Co-Trainer Ralf Weßlowski. Coach Nicole Telke erklärte nach der 51:57 (25:33)-Niederlage bei den Avides Hurricanes. „Beim Warmmachen haben wir noch alles getroffen.“ Die New Basket Oberhausen reisten weiterhin ersatzgeschwächt nach Rotenburg und mussten auf Lisa und Ronja Spießbach, Kira Baseler, sowie Maggie Anderheide verzichten. Lucy Krocker fuhr mit, war aber eigentlich noch nicht fit genug und kam auch nur auf knappe zwei Minuten Spielzeit.
Der Auftakt verlief dabei aber eigentlich gar nicht so schlecht, zumal auch die Gastgeberinnen das gesamte Spiel über nicht die besten Quoten auflegten. Mit Jarla Müller, Lily Wilke und Delia Moore, sowie Maja Manten und Lina Lieckfeld ging es mit der zuletzt durchaus erfolgreichen ersten Fünf in die Partie. Zwar verursachte Manten einen frühen Ballverlust, danach passten die Gäste deutlich besser als zuletzt auf den Ball auf und gestalteten das erste Viertel absolut auf Augenhöhe. Lieckfeld von der Linie sowie zwei Mal Müller aus dem Feld besorgten sogar zwischenzeitliche Führungen für NBO, mit knappem Rückstand ging es in die erste Viertelpause.
Aus der kamen die Gastgeberinnen dann deutlich besser und zogen mit einem 10:0-Lauf das erste Mal wirklich davon. Bis zur Pause verkürzte NBO angeführt von Moore und Wilke, doch wirklich konstant konnten sie nicht punkten. Waren es immerhin noch 43 Prozent der Zweipunktwürfe, war schon klar, dass von außen heute gar nichts fallen würde, Moores Dreier in der angesprochenen Aufholjagd war der einzige von 14, der in der ersten Halbzeit sein Ziel fand.
Dieses Bild verfestigte sich im zweiten Durchgang. Rotenburg versuchte vor allem, die Mitte dicht zu halten, NBO fehlten Mittel und Wege, auch von der Bank kam tatsächlich kein einziger Punkt. Moore versuchte noch zum Korb zu kommen, „sie kriegt dann aber die Pfiffe nicht und dann wird es schwierig“, sagt Weßlowski. Als dann auch zweite Chancen nicht reinfallen wollten, war eine erneute Aufholjagd eigentlich nicht greifbar. „Dass wir am Ende trotzdem noch einen 9:0-Lauf schaffen, ist positiv. So ist der direkte Vergleich zumindest auch in Reichweite.“