Nach Heimniederlage: NBO wird Ostern eine Menge zu tun bekommen
Arbeitsreiche Ostern stehen für die New Baskets Oberhausen vor der Tür. Im Hinspiel der ersten Playdown-Runde gab es eine deutliche 71:92 (41:46)-Niederlage und damit auch wenig Hoffnung auf das Rückspiel bei den Bender Baskets Grünberg. Dabei war das Spiel lange offen, ehe die Gäste Mitte des letzten Abschnitts heiß liefen und die Gastgeberinnen binnen weniger Angriffe völlig demoralisierten. „Viel besser können wir das nicht machen“, zuckte Ralf Weßlowski mit den Schultern.
Dabei gehörten die ersten Punkte der Partie NBO. Paula Kohl verwandelte nach Zuspiel von Maja Manten zur Führung, Grünberg glich von der Linie aus, doch Jarla Müller stellte etwa eine Minute später den alten Abstand wieder her. Es lief zu Beginn bei beiden nicht alles rund, die laute Stimmung in der Halle dürfte ihr Übriges zur Ausgangslage beigetragen haben. Grünberg hatte allerdings die etwas weniger zittrigen Hände und setzte sich durch einen Dreier von Samantha Coleman (14:19), das erste Mal so ein bisschen ab. Die Dreier sollten noch ein großes Thema werden, Lotte Seegräber schloss das Viertel mit einem Korbleger zum 14:21 ab.
Mit 41:46 zur Halbzeit war noch alles drin
Zu dem Zeitpunkt lief es bei den Gästen einfach flüssiger. NBO hatte defensiv massive Probleme mit Marianna Byvatov und offensiv mit dem eigenen Wurf von Draußen. Mit 0/6 startete NBO, Grünberg zog mit 31:19 das erste Mal davon. Dann schien plötzlich der Knoten zu platzen. Erst Laura Telke, später noch Sarah Zierhut mit ganz viel Ruhe. Als die Würfe von draußen fielen, machte das vieles in der Zone einfacher. Byvatov hielt Grünberg nun im Alleingang in Führung, doch NBO biss sich nun rein und war, angeführt durch Zierhut, mit 41:42 wieder voll in der Verlosung, mit 41:46 zur Halbzeit schien noch alles drin. „Da haben wir auch richtig gut verteidigt“, fand der Trainer.
Nach dem Seitenwechsel waren es jedoch erneut Byvatov und Coleman, die Grünberg den besseren Start bescherten. „Mit Byvatov konnten sie jetzt einfach noch mal enorm Qualität nachlegen“, waren es für Weßlowski andere Spiele als in der Saison. Wieder war die Führung zweistellig, doch wieder ließ sich NBO nicht abschütteln, diesmal war eine Zonenverteidigung wichtiger Partner in der Defensive. Lauren Fech und Manten verkürzten in der letzten Minute noch auf 58:64, Telke verkürzte zum Start des Schlussabschnitts sogar noch einmal. Doch dann wurde die Zone vom Freund zum Sargnagel.
Die Höhe der Niederlage wird kaum aufzuholen sein
Der erste Dreier gelang Katharina Quapil, dann Coleman gleich zwei in Serie. Der zweite war anspruchsvoll und raubte NBO den Glauben. 64:75 bei über sechs Minuten sind keine Entscheidung, doch Grünberg legte immer wieder nach und selbst als Müller ein Erfolgserlebnis aus der Distanz durch die Reuse flog; Byvatov antwortete trocken.
Der Sieger in der Halle Ost stand da fest, doch die Höhe der Niederlage dürfte auch im Rückspiel kaum aufzuholen sein. Denn auch wenn Grünberg vielleicht nicht wieder 52 Prozent von der Dreierlinie trifft, ein Totalausfall in der eigenen Halle ist nicht zu erwarten. Im Gegenteil auch nicht, dass NBO auf fremde Körbe plötzlich Feuer fangen wird. Die 15 Prozent (3/20) waren der große Unterschied, dazu arbeitete sich die Mannschaft von Nicole Telke und Weßlowski nur halb so viel an die Freiwurflinie.