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2. Bundesliga Nord

Heroischer Kampf nicht belohnt: ETV ist abgestiegen 

verfasst von ETV@DBBL.de

Das Wunder war zum Greifen nahe – und entglitt dann doch wieder aus den Fingern: Trotz einer grandiosen kämpferischen Leistung im Rückspiel der 2. Play-down-Runde gegen die BG 89 AVIDES Hurricanes Rotenburg ist der Eimsbütteler TV (Foto: @mannigeaux) nach zwei Jahren aus der Toyota 2. Damen Basketball-Bundesliga (DBBL) Nord abgestiegen. Beim 68:50-Heimsieg der Hamburgerinnen blieb eine heroische Aufholjagd letztendlich unbelohnt, zu groß war die Hypothek nach der bitteren 60:81-Niederlage in Rotenburg zwei Tage zuvor.

Als Pauline Huber knapp zweieinhalb Minuten vor Schluss einen ihrer beiden Dreier aus der linken Spielfeldecke versenkte, standen die rund 200 Zuschauer in der Sporthalle Hohe Weide längst auf ihren Bänken. Der Treffer zum 66:42 bedeutete eine 24-Punkte-Führung und schien nicht nur die Halle Hohe Weide explodieren, sondern auch den großen Traum vom Klassenerhalt doch noch wahr werden zu lassen. Doch der platzte schon 13 Sekunden später wieder wie die berühmte Seifenblase: Ein Dreier von Nele Gleitsmann und der folgende 7:0-Lauf der Hurricanes erstickten schließlich alle Eimsbütteler Hoffnungen auf ein Happy End.

Vorangegangen war eine Partie, die an Dramatik kaum zu überbieten war. Vor allem dank der Treffsicherheit der Ex-Rotenburgerin Leonie Rosemeyer (mit 21 Punkten Topscorerin der Partie) führten die Korbjägerinnen aus dem Herzen Hamburgs schnell 22:8. Und allen ETV-Fans wurde klar: Hier geht was! Allerdings fingen sich die Gäste aus Niedersachsen – angeführt von Routinier Pia Mankertz (16 Punkte) im letzten Spiel ihrer Karriere und unterstützt von einer lautstarken Fangemeinde – in der Folgezeit, der Vorsprung schrumpfte bis zur Halbzeit (34:27) auf sieben Zähler.

Auch im dritten Viertel wuchs trotz aller Bemühungen und taktischer Umstellungen mit viel Doppeln in der Defense der ETV-Vorteil zunächst nicht hoffnungsvoll an – bis Hanna Großhennig per Buzzer-Beater-Dreier zum 48:37 traf und damit noch einmal letzte Kräfte freimachte. Es war die Initialzündung für einen 15:3-Lauf der Gastgeberinnen – schlussendlich vergebens.

ETV-Headcoach Leutloff voll des Lobes über sein Team

“Glückwunsch an die Hurricanes. Sie waren im entscheidenden Moment da und haben uns geschlagen, auch wenn wir ihnen glaube ich alles abgerungen haben“, sagte ETV-Headcoach Sascha Leutloff, dem beim Showdown auf Anregung aus der Mannschaft überraschend sein langjähriger Vorgänger Freddie Kleemichen auf der Bank assistierte. “Er hat mir im Spiel unglaublich gut geholfen und war eine super Unterstützung für alle”, erklärte Leutloff, der wenig überraschend auch ein Riesenlob an seine Spielerinnen verteilte: “Ich kann kaum in Worte fassen, wie stolz ich auf die Mannschaft bin, auch wenn es am Ende nicht gereicht hat. Wir konnten unseren Fans und allen Leuten, die uns immer unterstützt haben, zeigen, wozu wir in der Lage ist und was für tollen Basketball wir spielen können.”

Ein wenig Verbitterung über den Abstieg und dessen Zustandekommen schwang indes auch in Leutloffs Analyse mit: „Wir haben in Summe elf Saisonspiele gewonnen und steigen gegen eine Mannschaft ab, die acht Spiele gewonnen hat. Ich finde, man muss den aktuellen Play-down-Modus grundsätzlich infrage stellen. Als tabellarisch bessere Mannschaft hat man nur den Vorteil, das Rückspiel zu Hause spielen zu dürfen. Besser wäre meines Erachtens ein Modus wie in den Play-Ins der Euro League, wo die tabellarisch bessere Mannschaft ein Heimspiel hat und es nur dieses eine Spiel gibt. Das würde die Saison auch insgesamt verkürzen.”

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