Von Anfang bis Ende dominant

Mit einem überdeutlichen 96:41-Erfolg beim Tabellenletzten Schwabach Baskets haben die BasCats USC Heidelberg ihre Siegesserie fortgesetzt. Es war der höchste Saisonsieg bisher. Da die Rhein-Main Baskets gegen Spitzenreiter TSV Wasserburg 52:68 verloren, sind die Heidelbergerinnen nun mit fünf Siegen und drei Niederlagen punktgleich mit dem Tabellendritten Rhein-Main Baskets. Auch Bamberg und München haben zehn Punkte. Bamberg kommt am kommenden Samstag ins Sportinstitut.

Erst nach sechseinhalb Minuten ließen die BasCats den ersten Punkt zu, dieser beendete einen eindrucksvollen 21:0-Lauf. Gar neun Minuten dauerte es bis zum ersten Feldkorb der Schwabacherinnen, die ohne Center Anna Furman chancenlos waren. Einzig und allein Abigail Hoff bot Paroli. Sie kam auf 22 Punkte und 14 Rebounds. Mit hoher Intensität zogen die Heidelbergerinnen schnell davon und hatten nach dem ersten Viertel bereits 32 Punkte erzielt. Miriam Diala herrschte unter den Körben und schaffte mit 18 Punkten und zwölf Rebounds erneut ein Double-Double.

Trainer Sebastian Nörber konnte frühzeitig rotieren und auch den Bankspielerinnen viel Einsatzzeit geben. Der Vorsprung wurde immer größer, Laurie Irthum beendete die Halbzeit mit einem Distanztreffer zum 53:19. Überhaupt kamen die Distanzwürfe diesmal sehr gut. Zwölf und damit 41 Prozent landeten im gegnerischen Korb. Drei Minuten vor Ende des dritten Viertels machte auch Youngster Melanie Heß ihre ersten Punkte in der 2. Bundesliga und das gleich mit einem Distanztreffer. Sanata-Lea Ouedraogo machte zehn ihrer 18 Punkte im dritten Viertel, gemeinsam mit Miriam Diala wurde sie Topscorerin.

Mit 75:30 ging es ins letzte Viertel. Laurie Irthum schraubte das Ergebnis mit einem Korberfolg 45 Sekunden vor Schluss auf 96:41, die 100er Marke wurde jedoch nicht mehr erreicht.

Bleibt zu hoffen, dass auch die Verletzungen von Michala Palenickova und Melina Karavassilis nicht schwerwiegend sind. Palenickova stürzte im zweiten Viertel auf den Korb, in nur gut sechs Minuten Spielzeit markierte sie starke zehn Punkte. Karavassilis knickte im dritten Viertel um.

Noch drei Hinrundenspieltage liegen vor den BasCats. Am kommenden Samstag kommt es zum alten Klassiker gegen die DJK Bamberg. Nach dem Auswärtsspiel in Dillingen folgt am 16. Dezember das letzte Spiel des Jahres gegen die München Baskets. Hier wird es eine besondere Aktion für alle Basketball-Jugendmannschaften der Region geben. Darüber werden wir noch berichten.

Statistik (Schwabach/BasCats)

Dreierquote: 12:41% (3/25:12/29)

Zweierquote: 22:49%

Freiwurfquote: 75:61%

Rebounds: 61:46 (Hoff 14, Schüle 6, Rieger 5 – Diala 12, Ouedraogo 8, Linder 7, Wroblewski 7)

Assists 5:24 (Linder 4)

Turnover 23:11

Stenogramm: 0:21 (7.), 10:32 (10.), 12:44 (15.), 19:53 (Halbzeit), 19:65 (24.), 30:75 (30.), 35:83 (36.), 41:96 (Endstand).

Schwabach: Hoff 22, Mehburger 6, Schüle 5, Ni 3, Koch 3, Rieger 2, Bader, Schwab, Fett.

BasCats: Ouedraogo 18/3, Diala 18, Palenickova 10/2, Salazar 9/3, Nägele 9/1, Steins 7/1, Irthum 7/1, Wroblewski 6, Linder 4, Heß 3/1, Simon 3, Karavassilis 2.  


Stimmen zum Spiel:

Trainer Sebastian Nörber: „Wir sind gleich davongezogen, weil wir eine hohe Intensität an den Tag gelegt haben. Ich konnte früh rotieren, und Helena Nägele und Carla Bieg Salazar im vierten Viertel draußen lassen. Unsere Dreierquote heute war sehr gut. Erfreulich war auch, dass wir sehr ausgeglichen gescort haben.“

Sanata-Lea Ouedraogo: „Es ist uns gelungen von Anfang an souverän und dominant in der Defense aufzutreten und uns dadurch eine frühe Führung aufzubauen, die wir konstant über das ganze Spiel aufrechterhalten konnten und sicherlich auch unserer guten Wurfquote zu verdanken haben.“


Melanie Heß: „Es war einfach ein geiles Spiel. Über 40min haben wir unsere Energie aufs Feld gebracht. Durch unsere starke Defense und die für uns typische schnelle Offense haben wir durch die Bank alle scoren können. Auch die Würfe von außen fanden heute ihr Ziel.

Michael Rappe

Beitragsbild: Sanata-Lea Ouedraogo (hier im Spiel gegen Stuttgart) war mit 18 Punkten, gemeinsam mit Miriam Diala, die beste Werferin. Foto: Nicole Gieser