Mit höchstem Tempo zum Sieg

Mit eindrucksvollem Tempo-Basketball haben die BasCats USC Heidelberg mit 79:63 gegen die DJK Don Bosco Bamberg gewonnen und damit ihren fünften Sieg in Folge errungen.

Nur ein einziges Mal in dieser Partie führten die nur zu acht angereisten Bambergerinnen, das war beim 0:2. Victoria Waldner konnte beim 4:4 noch einmal ausgleichen, ab da führte nur noch Heidelberg. Die Gäste schienen dem hohen Tempo einfach nicht gewachsen zu sein, dabei fehlte den BasCats die erkrankte Michala Palenickova als „Energizer“. Doch ihre Teamkameradinnen spielten und rannten für sie mit. Lotta Simon stand für Palenickova in der Startformation und machte einen sehr guten Job. Mit einem schönen Alleingang und einem Distanztreffer – es war der einzige Distanztreffer beider Teams in den ersten zehn Minuten – beendete sie das erste Viertel mit fünf Punkten.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit trumpfte Julia Wroblewski mit sieben Punkten richtig auf, der Vorsprung der BasCats wuchs. Symptomatisch war das 39:17, wo Helena Nägele in einen Bamberger Einwurf sprang und per Fastbreak vollendete. Mit 42:21 ging es in die Halbzeit.

Auch nach der Halbzeit änderte sich zunächst nichts. Die BasCats hatten Victoria Waldner, mit 1,96 Meter die größte Spielerin der Liga einigermaßen im Griff, Kathleen Hill hatte auch nicht ihren besten Tag. Beim 57:33 war Mitte des dritten Viertels die höchste Führung erreicht. Mit 63:44 ging es in den Schlussabschnitt.

Doch Bamberg wachte nun auf. Mit einem 13:0-Lauf verkürzten sie auf nur noch sechs Punkte. Sollte die Partie vollends kippen? Nein, die BasCats fingen sich schnell. Ein 7:0-Lauf mit einem Dreier der bärenstarken Helena Nägele war beim 70:57 die Vorentscheidung. Nägele war mit Waldner gemeinsam beste Werferin des Tages. Zu ihren 17 Punkten pflückte sie auch noch sieben Rebounds und gab sieben Vorlagen. Nägele war es auch, die das Spiel mit einem Distanztreffer zum 79:63 beendete.

Die BasCats müssen nun nach Dillingen, dann kommt München am 16. Dezember zum letzten Spiel der Hinrunde und des Jahres 2023.

Statistik (BasCats/Bamberg)

Dreierquote: 26:36% (5/19:7/19)

Zweierquote: 58:35%

Freiwurfquote: 81:69%

Rebounds: 28:37 (Ouedraogo 7, Nägele 7, Diala 5 – Waldner 12, Sachnovski 8, Michel 7)

Assists 19:20 (Nägele 7/Hill 9)

Turnover 17:25

Stenogramm: 0:2 (1.), 7:6 (4.), 15:8 (7.), 20:11 (10.), 20:13 (11.), 29:13 (12.), 39:17 (17.), 42:21 (Halbzeit), 57:33 (26.), 63:44 (30.), 63:57 (33.), 70:57 (34.), 79:63 (Endstand).

BasCats: Nägele 17/2, Wroblewski 13/1, Ouedraogo 13, Diala 11, Steins 8/1, Simon 6/1, Bieg Salazar 5, Irthum 2, Linder 2, Karavassilis 2.

Bamberg: Waldner 17/2, Hill 16/2, Michel 12/1, Lieckfeld 6, Mikulova 5, Ulshöfer 4/1, Sachnovski 3/1, Curtis.


Stimmen zum Spiel:

Trainer Sebastian Nörber: „Das war eine extrem starke erste Halbzeit von uns. Unsere Defense greift immer mehr, und wir setzen das auch in hohes Tempo um. Mitte des dritten Viertels haben wir zu sehr den Fuß vom Gas bekommen und dann den Motor nicht gleich wieder anbekommen. Nach dem 63:54 haben wir aber wieder ganz schnell Zugriff bekommen. Lotta hat heute Michala Palenickovas Job übernommen und hat das sehr gut gemacht.“

Miriam Diala: „Das war ein sehr anstrengendes und physisches Spiel. Es ist cool, gegen einen klassischen Fünfer wie Victoria Waldner zu spielen, ein Lernprozess. Ich war aber nicht alleine gegen Waldner, ich habe auch oft gegen Hill gespielt. Wir haben das mit unserer Team Defense gelöst. Wir haben alle an Michala gedacht, ihre Energie hat jede von uns ein Stück übernommen. Es war klar, dass die auch mal einen Lauf haben, wir haben uns aber gut aus dem Tief im vierten Viertel herausgespielt. Nächsten Mal müssen wir das 40 Minuten durchziehen.“

Melina Karavassilis: „So eine erste Halbzeit haben wir nicht erwartet. Bamberg konnte das Tempo nicht mithalten. In der zweiten Halbzeit haben sie Zone gespielt, dadurch waren wir automatisch etwas langsamer. Ich habe aber keine Angst gehabt, als die Führung nur noch neun Punkte war. Wir sind stabil und wissen, was wir können. Wir wollten Waldner keinen Raum geben, unter Korb ist sie natürlich unschlagbar. Insgesamt verstehen wir uns immer besser, wir machen die Punkte durch unsere Defense. Bei uns spielt praktisch niemand über 30 Minuten. Durch diesen Sieg haben wir weiteres Selbstvertrauen getankt.“

Michael Rappe

Beitragsbild: Helena Nägele (links) und Julia Wroblewski gehörten gegen Bamberg zu den stärksten Spielerinnen der BasCats. Foto: Andreas Gieser