Emotionen in positive Energie verwandelt

Das Spiel in der Feggrube gegen die Sharks Würzburg stand für die Falcons noch ganz unter dem Eindruck des Todes von Headcoach Illmen Bajra, der am 20 Dezember unerwartet verstarb. Auch Nils Wehdemeier, Bajras Co-Trainer und jetzt Head-Coach der Falcons, befand sich bei seiner Zweitliga-Premiere in einem Wechselbad der Gefühle. Nach einer Schweigeminute vor Spielbeginn, bei der viele Tränen flossen, war es für die Spielerinnen zu Beginn etwas schwierig ins Spiel zu finden.

Es spricht jedoch für die Falcons, dass die Begegnung sehr professionell und im Sinne von Bajra gespielt wurde und alle vier Abschnitte zugunsten der Falcons endeten. Über 2:7 und 4:11 bis zum 14:16 bauten die Falcons den Vorsprung auf 27:38 aus. Nach Ende des dritten Viertels lagen sie sogar mit 14 Punkten vorne und ließen auch die letzten 10 Minuten nichts mehr anbrennen. „Das Team hat es geschafft, die Emotionen in positive Energie umzusetzen. Vor allem in der Verteidigung haben wir es sehr gut gemacht und nach dem Seitenwechsel nur noch 20 Punkte zugelassen,“ so Coach Wehdemeier. Trotzdem konnte der 47:66 Sieg nicht über die Gemütslage der Spielerinnen hinwegtäuschen, die nach dem Spiel noch lange mit ihren mitgereisten Fans zusammensaßen.

Am kommenden Sonntag dann kommt es in der HTG Halle zum Spitzenspiel gegen Wasserburg. Ein weiteres schweres Spiel für die Falcons, da es das erste Heimspiel nach dem Tod von Coach Bajra ist und mental eine sehr schwere Aufgabe für die Falcons darstellt.