Überzeugender Sieg gegen Osnabrück: ALBAs Heimserie hält auch im Spitzenspiel

ALBA BERLIN rollt weiter durch die DBBL! Mit dem neunten Pflichtspielsieg in Folge hat das Team von Chefcoach Cristo Cabrera am Mittwochabend in der Sömmeringhalle auch das Verfolgerinnenduell gegen die drittplatzierten GiroLive Panthers Osnabrück für sich entschieden und bleibt nach einem komplett überzeugenden 88:72-Sieg nicht nur auf Platz zwei der Toyota Damen Basketball Bundesliga, sondern in dieser Saison auch weiter ohne Heimniederlage. Läuft!

Bereits zum dritten Mal in dieser Spielzeit standen sich beide Teams am Mittwoch auf dem Parkett gegenüber. Das erste Aufeinandertreffen in der Liga-Hinrunde ging Ende November mit 47:46 haarscharf an die Panthers, das zweite Duell im Pokal-Viertelfinale, gerade einmal eine Woche her, holten sich die Berlinerinnen mit 60:57 und machten damit ihre erste TOP4-Teilnahme überhaupt klar.

Nun stand also der Tiebreaker an, im Gegensatz zu den ersten beiden Begegnungen hatten diesmal aber die ALBA-Spielerinnen ihre Heimfans im Rücken und wollten mit Osnabrück das einzig verbliebene DBBL-Team schlagen, gegen das sie zuhause bisher noch nie gewonnen hatten. Zudem konnte Coach Cristo Cabrera auf Stefi Grigoleit zählen, die nach ihrer Erkrankung wieder fit im Kader stand. Nur Maggie Mulligan fehlte weiterhin verletzt.

Wer nach den intensiven Defensivschlachten in den ersten beiden Spielen auf den nächsten Abnutzungskampf gewartet hatte, musste jedoch schnell feststellen, dass es heute anders laufen würde: Obwohl beide Teams normalerweise eher durch ihre starke Verteidigung überzeugen, entwickelte sich früh ein hübsches Shootout. Insbesondere ALBA ließ den Ball gut laufen, die Berlinerinnen verteilten bereits im ersten Abschnitt sechs Assists und nahmen eine 20:18-Führung mit ins zweite Viertel.

Bis zum Zwischenstand von 30:27 lief wieder vieles auf eine enge Partie hinaus, doch dann packten die ALBA-Spielerinnen in Sachen Teambasketball, Shooting und Defense eine weitere Schippe drauf und spurteten mit einem 17:5-Run in Richtung Halbzeit. Zur Pause stand es 47:32 – womit die Berlinerinnen bereits ihre Punktzahl aus dem gesamten Hinspiel übertroffen hatten.

In der zweiten Hälfte probierten die Panthers dann alles, um den Rückstand so schnell wie möglich zu verringern. In der Offensive sah das auch gut aus, 24 Punkte produzierten die Gäste im dritten Viertel. Aber auch ALBA trat vorne weiter aufs Gaspedal und hatte mit der aktuell extrem formstarken Marie Bertholdt eine unaufhaltbare Scoring-Maschine im Team, die im Durchgang nach der Pause elf Punkte auflegte.

Weil auch Nina Rosemeyer und Deeshyra Thomas noch jeweils fünf Punkte beisteuerten, konnte ALBA selbst mit weniger Beton in der Defense die Führung noch ausbauen. Im Schlussabschnitt ließ das Team dann gar nichts mehr anbrennen, zauberte sogar mit Behind-the-Back-Pässen von Stefi Grigoleit ein wenig Basketball-Magie und brachte den Sieg ohne Gefahr über die Ziellinie.

Der nächste beeindruckende Erfolg sichert den Berlinerinnen den direkten Vergleich gegen Osnabrück und zurrt den zweiten Tabellenplatz damit noch fester: 13 Siege und drei Niederlagen hat das Team nun hinter den Tabellenführerinnen aus Keltern (13 Siege, zwei Niederlagen) auf dem Konto, Osnabrück (zehn Siege, sechs Niederlagen) folgt mit Hannover (zehn Siege, fünf Niederlagen) dahinter. Und gleichzeitig sorgt der Sieg für die nächsten ALBA-Rekorde in der DBBL: Die 13 erzielten Dreier sind eine neue Bestmarke, die 88 erzielten Punkte sowie 26 Assists liegen gleichauf mit den bisherigen Topwerten.

Außerdem schraubt das Team natürlich weiter den eigenen Rekord für die längste Siegesserie in die Höhe: Die steht nun bei neun Pflichtspielsiegen in Folge (sieben in der Liga, zwei im Pokal), und auch in der Sömmeringhalle bleibt das Team mit jetzt acht Siegen seit Saisonstart ungeschlagen. Und wer die Berlinerinnen dabei supporten will, die Läufe weiter auszubauen, hat bereits am Sonntag die Chance dazu: Dann sind die Aufsteigerinnen der Medical Instinct Veilchen BG74 aus Göttingen zu Gast, los geht’s um 18 Uhr (Tickets hier) – ALBA rollt!


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Viertelergebnisse (ALBA erstgenannt):
20:18 | 27:14 | 25:24 | 16:16 | Endergebnis: 88:72

Game Facts (ALBA erstgenannt):
• Rebounds: 38 | 35
• Assists: 26 | 10
• Ballgewinne: 10 | 7
• Ballverluste: 19 | 16

Best of ALBA: Marie Bertholdt 17pt 7rb 1bl | Deeshyra Thomas 16pt 3rb 3as | Nina Rosemeyer 12pt 3rb | Stefanie Grigoleit 12pt 3rb | Laina Snyder 8pt 6rb 4as 3st | Theresa Simon 7pt 4rb 4as | Lena Gohlisch 6pt 5as | Komplette Statistik


Wiebke Schwartau (ALBA-Centerspielerin): „Wir sind mit einem gesunden Selbstbewusstsein in das Spiel gegangen, gleichzeitig haben wir auch sehr gut von der Dreierlinie getroffen. Das hat uns dann einen größeren Vorsprung gegeben als in den letzten Spielen, in denen wir auch mit viel Energie gespielt haben, aber durch ein bisschen Pech nicht so viel reingegangen ist. Durch die Treffsicherheit heute haben wir noch mehr Selbstbewusstein aufgebaut und noch besser performt. Natürlich schauen wir auch auf die Tabelle, aber im Großen und Ganzen bereiten wir uns gerade einfach spielerisch auf die Playoffs vor. Und wo wir dann finishen, werden wir sehen.“